Regenbekleidung, Reisfelder, Teeplantagen, Tee
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Das Bergland eröffnet eine ganz andere Welt. Wie ein Schwerpunkt liegt es im Zentrum der Insel, fällt schroff als grüner Wall an seiner über 2000 m hohen Südseite ab und läuft nach Norden in lang gezogenen Rippen allmählich in das Wald-
Die Berge sind die Regenfänger der Insel, Regenkleidung nicht vergessen. Häufig hüllen Wolken die höchsten Gipfel ein. Wiederum sind es die Monsune, die bestimmen, wann und wo es regnet: Der kräftigere Südwestmonsun begießt Sabaragamuwa und die Süd-
In den Bergen entspringen sämtliche großen Flüsse des Landes und streben von dort radial dem Meer zu, daher sind sie auch recht kurz. Nur der Mahaweli Ganga vollführt einige Kurven durch das Bergland: Er beginnt im Südwesten, nahe dem Adam's Peak, und mündet im Nordosten der Insel in den Golf von Bengalen. So wird er mit einem Lauf von 335 km zum längsten Fluss des Landes, seine entscheidende Lebensader für Bewässerung und Energiegewinnung.
In den steilen und versteckten Tälern des nördlichen und östlichen Berglandes legten die Singhalesen ihre oft winzigen, terrassierten Reisfelder an, nachdem sie die Ebenen der Trockenzone im 12. Jh. verlassen hatten. Das undurchdringlich dicht bewaldete Hochland dagegen nutzten sie landwirtschaftlich kaum. Es war kalt (in den höchsten Lagen kommt gelegentlich Frost vor), sehr feucht und der Lebensraum von wilden Tieren einschließlich Elefanten.
Eine radikale Umwandlung dieses Gebietes fand innerhalb weniger Jahrzehnte im 19. Jh. statt, als die Engländer Plantagenwirtschaft einführten, zunächst Kaffee, später Tee. Die Teeplantagen prägen heute das Bild des Hochlandes. Wo einst tropischer Bergregenwald vorherrschte, ist eine intensiv gepflegte Kulturlandschaft entstanden, die atemberaubende Steilhäpge anmutig mit Teebuschreihen überwindet und deren Schönheit die rücksichtslose Vernichtung der ursprünglichen Natur fast vergessen lässt. Diese Landschaft kann man bei der Autofahrt ins Hochland, vom Eisenbahnfenster aus, auf Kanuoder Mountainbiketouren oder zu Fuß genießen.
Geringe Reste der ursprünglichen Waldlandschaft sind erhalten, als Nationalpark (Horton Plains) oder als Naturschutzgebiete (Hakgala, Peak Wilderness, Sinharaja Forest), doch zum Schutz von Flora und Fauna sind sie bisher nur in Ansätzen dem Tourismus erschlossen.
Wer unter der feuchten Hitze des Tieflandes gelitten hat, wird im angenehmen, vergleichsweise kühlen Hochland aufatmen. Einige Orte, wie Nuwara Eliya, Bandarawela und Ella, verstehen sich als Erholungsorte in der Berglandschaft und halten entsprechende Unterkünfte bereit.
Ein eindrucksvolles Schauspiel ist der Sonnenaufgang am World's End, der Abbruchkante eines 2000 Meter hoch gelegenen Plateaus; mehr als 1000 Meter stürzt die Felswand hier zum südlichen Tiefland hin ab. Wegen des Sonnenaufgangs allein brauchte man die etwas beschwerliche Fahrt zu den Horton Plains freilich nicht auf sich zu nehmen. In dem Naturschutzgebiet ergeben liebliche Elemente -

Westlich der Hochebene hebt sich der markante Kegel des Adam's Peak aus dem Dunst. Der Wallfahrtsberg ist allen vier in Sri Lanka vertretenen Weltreligionen heilig. Die Pilger besteigen den Berg nachts im Fackelschein über eine Treppe, um dann am Morgen die aufgehende Sonne mit einem vielfachen »Sadhu!« (heilig) wie einen Gott zu begrüßen.
Nördlich der Horton Plains liegt das Hauptgebiet des Teeanbaus. In den höheren Lagen, wo die beste Qualität wächst, mußte der ursprüngliche Berg-
Die Arbeitskräfte in den Teeplantagen sind fast ausnahmslos Tamilen. Sie wurden im vorigen Jahrhundert von den englischen Plantagenbesitzern aus Südindien angeworben. Sie werden als Indien-
Mitten im Teeland liegt Nuwara Eliya, eine englisch anmutende Sommerfrische mit Fachwerkhäusern, weißen Gartenzäunen und regnerisch-